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Geschichte

Von "Rumoldeshusen" zu Rommelshausen

Der Ort Rommelshausen wurde in der Merowingerzeit gegründet und 1146 in einer Schenkungsurkunde König Konrads II erstmals als "Rumoldeshusen" erwähnt. Dort unterzeichnete neben den Herren von Plochingen und dem Grafen von Württemberg auch Wortwin de Rumoldeshusen als Urkundenzeuge. Im Laufe der Zeit hat sich der Name jedoch immer wieder geändert. So hieß der Ort "Rumoltzhausen", dann "Rumolshusen" bis schließlich im Jahre 1718 der Name "Rommelshausen" aus der Taufe gehoben wurde. Um 1300 wurde der Ort, ehemals Besitz der Teck´schen Grafen, württembergisch.

1525 bestand der Ort bereits aus 14 Lehenhöfen. Daraus entstand in den vergangenen Jahrhunderten der gegenwärtige gewachsene Ortskern. Heute sind der Schafhof und der Glockenhof noch erhalten. Mitte des 16. Jahrhunderts lebten in Rommelshausen 1 000 Menschen, Ende des 2. Weltkrieges zählte der Ort bereits 2 300 Einwohner. Bis Ende des 20. Jahrhunderts stieg die Einwohnerzahl sprunghaft auf etwa 9 000 an.

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Die Herren von Stetten

Zu Beginn des 13. Jahrhunderts wurde Stetten erstmals urkundlich erwähnt. In einer Urkunde vom 8. März 1229 bestätigt Papst Gregor IX. dem Kloster Bebenhausen dessen Güterbesitz u.a. in Stetten („… in Velbach et Stettin). Zwölf Jahre später findet sich die Erstnennung der Herrschaft der Herren von Stetten. Am 02. Februar 1241 verkauften die Grafen Ulrich und Eberhard von Württemberg einen Hof an das Kloster Heiligenkreuztal. Als Zeuge wird ein "Eberhardus dapifer de Stetin" (Eberhard, Truchsess von Stetten) genannt. Truchsesse waren leibeigene Dienstmänner der Grafen von Württemberg. Sie hatten die Rolle des ersten Hofmarschalls.

Das Dorf Stetten wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verkauft. Um 1300 wurde die Y-Burg oberhalb des Tales errichtet. Anfangs trug sie den Namen Eibenberg der sich von "Yberg" zu "Yburg" wandelte. Die Burg wurde seit 1442 nicht mehr bewohnt und in den Jahren 1760 und 1761 bis auf die Zargen-Mauern abgebrochen. Zwischen 1384 und 1387 wurde das Stettener Schloss im Tal gebaut. Ab 1507 herrschten die Herren von Thumb in Stetten. Der württembergische Erbmarschall Konrad Thumb von Neuberg kaufte den Ort. Seine Nachfahren regierten hier bis 1645; 1664 wurde Stetten dann an Herzog Eberhard III. verkauft. Zeitweise war der Ort Witwensitz der Frauen verschiedener Herzöge. Auch Wilhelmine von Grävenitz, Mätresse des Herzogs Eberhard Ludwig, residierte 19 Jahre lang als Ortsherrin in Stetten.

Bis heute konnte sich der Teilort seinen ursprünglichen, mehr ländlich strukturierten Charakter erhalten. Dafür mag nicht zuletzt ausschlaggebend sein, dass die Ortschaft immer noch einer der bedeutendsten Weinorte in Baden-Württemberg und ein beliebter Ausflugsort ist.


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