Aktuell

Aktion "Nette Toilette" ist in Gang


Die kürzlich durch die örtliche Presse geisternde WC-Konzeptidee einer Kernener Gemeinderatsfraktion ist längst in Gang und steht kurz vor dem Abschluss. Bereits vor Monaten wurden die Räte über das Prinzip „Nette Toilette“ informiert. Das Konzept ist einfach: örtliche Gastronomen, Gewerbetreibende und Praxen stellen gegen eine kleine jährliche Aufwandsentschädigung ihre sanitären Anlagen zu ihren jeweiligen Öffnungszeiten der Öffentlichkeit zur Verfügung. Vor allem auch im Hinblick auf die Gartenschau 2019 will die Gemeinde Kernen damit die Frage nach den stillen Örtchen einfach und unkompliziert regeln.
 
Als erste Stadt in Deutschland stellten in Aalen zahlreiche Gastronomen der Innenstadt ihre Toiletten öffentlich zur Verfügung. Eine Idee mit Vorbildfunktion. Alle, die innerorts unterwegs sind und ein stilles Örtchen suchen, besonders Familien mit Kindern oder auch ältere Menschen profitieren davon. Alternativen wie vollautomatische Toilettenhäuschen oder stationäre Toilettenanlagen sind teuer in Anschaffung, Bau und Wartung und schaffen keine schnelle und flächendeckende Lösung. Die Aalener Idee dagegen schon.
 
Gemeindeweit wurden sämtliche in Frage kommenden Teilnehmer der Aktion angeschrieben. 14 signalisierten: „Wir machen mit!“ Derzeit sind die Piktogramme und ein Infoflyer, die jeden Besucher auf das Angebot „Nette Toilette“ aufmerksam machen, in Auftrag. Voraussichtlich im Juni werden die Aufkleber den Eingangsbereich der Teilnehmer in Rommelshausen und Stetten zieren. Ein Flyer informiert über das entsprechende Angebot, also beispielsweise, ob vor Ort eine Wickelmöglichkeit vorhanden ist oder eine barrierefreie Toilette zur Verfügung steht.  
 
„Innerorts ein tolles Konzept. In den Außenbereichen, entlang der Wanderwege, ist es allerdings insbesondere im Hinblick auf die Gartenschau 2019 noch ausbaufähig“, betont Bürgermeister Stefan Altenberger. In Stetten beispielsweise lasse sich das Problem fehlender Anlagen in Verbindung mit dem Ausbau des Sängerheims ideal lösen. Dadurch blieben die WC’s für Ausflügler, Gartenschau-Besucher, den Waldkindergarten oder auch für Besucher eines eingerichteten „grünen Klassenzimmers“ und verschiedener naturpädagogischer Projekte dauerhaft nutzbar.