Sehenswürdigkeiten

Willkommen in Kernen im Remstal

Die Gemeinde bietet ihren Gästen nicht nur ein attraktives Umland, ausgezeichnete Freizeiteinrichtungen und ein vielfältiges Kulturangebot. Hier finden sich auch historische und interessante Zeugen der Vergangenenheit, die Sie bei einem Rundgang oder Spaziergang durch die beiden Ortsteile Rommelshausen und Stetten bequem zu Fuss und mit dem Rad erkunden oder mit einem Ausflug in das schöne Remstal verbinden können.

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Alte Kelter Rommelshausen

Kelterstraße 84
71394 Kernen
Ortsteil/Stadtteil: Rommelshausen

Festen und Feiern in der Alten Kelter:

Egal ob Geburtstag, Hochzeit oder andere Jubiläen: In der Alten Kelter lässt es sich prima feiern. 
Eine gut ausgestattete Küche, Besteck und Geschirr für über 100 Menschen und eine urige Atmosphäre machen jedes Ereignis zu einem besonderen Fest. 

Hier wird zu festen Zeiten auch Theater gespielt.

Weitere Informationen zur Alten Kelter

Die Alte Kelter: Wahrzeichen von Rommelshausen (PDF)
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Hinweise
  • Eine Toilette für Menschen mit Behinderung ist vorhanden
  • Ein für Kinderwagen geeigneter Zugang ist vorhanden
  • Ein rollstuhlgerechter Zugang ist vorhanden

Altes Rathaus Stetten

Verwaltungsstelle, Bücherei
St. Pierre-Platz
71394 Kernen
Ortsteil/Stadtteil: Stetten
Das alte Rathaus in Stetten besticht durch seine historischen Spuren der Vergangenheit. Es wurde im alemannischen Fachwerkstil erbaut und ist an der Schauseite im Osten reich verziert. Während der Restaurierungsarbeiten zwischen 1993 bis 1995 wurde ein dentrochronologisches Gutachten durchgeführt. So konnte das Erbauungsjahr des Rathauses Stetten um 1520 datiert werden.
 
Belege hierfür gibt es zahlreich: An der Nordwestecke des Gebäudes wurden Artefakte aus der Zeit um 1550 bis 1900 gefunden, beispielsweise Glasfragmente, Ofenkacheln, Knochen, Bücher, Keramik, Wassergefäße aus Ton und verzierte Tonscherben.

Das Stettener Rathaus wurde als offene Ständerbauweise errichtet. Das bedeutet, dass das Erdgeschoss frei zugänglich war. Dort hatten Marktleute, wie Bäcker und Metzger, ihre offenen Verkaufstände. Erst im 19. Jahrhundert wurde der Raum umschlossen und dort die öffentliche Waage und das Feuerwehrdepot eingerichtet. Auf dieser Ebene befindet sich heute die Verwaltungsstelle. 1923 wurde der gesamte Rathausbau verputzt, so dass das Gebäude ein „modernes“ Äußeres erhielt. 1995 wurde das Fachwerk wieder freigelegt.

An der Innensüdseite gelangte man in den ersten Stock, die „Belle etage“. Dort befand sich die Amtsstube des Schultheiß und des Kämmerers. Daneben lag
in den Gefachen bemalt im Stil der Renaissance der Tanzsaal. Feste waren staatlich reglementiert und fanden unter kritischer Beobachtung der „Obrigkeit“ statt. Die
Bemalung stammt aus der Erbauungszeit von 1520 bis 1540 und konnte nach der Restaurierung wieder gezeigt werden. Heute dient das erste Obergeschoss als Traumöglichkeit für Brautpaare. Im ehemaligen Tanzsaal ist die Bücherei untergebracht.

Im zweitenObergeschoss befand sich die Registratur und das Ortsgefängnis. Heute ist dort das Gemeindearchiv Kernen untergebracht. Das dritte Obergeschoss - der Oberling - dient heute als Veranstaltungsraum mit zirka 60 Plätzen.

Das reich verzierte Fachwerk an der Schauseite prägt den St. Pierre-Platz. Hier befinden sich auch die St. Veits-Kirche sowie alte Weingärtengebäude des 18. und 19.
Jahrhunderts.
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Parkmöglichkeiten

Glockenkelter

Historisches Gebäude, renoviert 2012
Hindenburgstraße 43
71394 Kernen
Ortsteil/Stadtteil: Stetten
Sie wollen die Glockenkelter für Ihre Veranstaltung mieten?

Ihre Ansprechpartnerin ist Frau Victoria Beutel
Telefon: 07151 4014 151
E-Mail: beutel.vi@kernen.de


Wichtige Informationen

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Hinweise
  • Eine Toilette für Menschen mit Behinderung ist vorhanden
  • Ein für Kinderwagen geeigneter Zugang ist vorhanden
  • Ein rollstuhlgerechter Zugang ist vorhanden

Kirchturmmuseum

St. Pierre-Platz 1
71394 Kernen
Ortsteil/Stadtteil: Stetten

Baugeschichte Turm:


1241: erste Urkunde zu Stetten (s. 750-Jahr-Stein 1991)
1349/50, 1405, 1413, 1465: Urkundliche Erwähnung Vor­gängerkapelle samt Turm, davon noch Mauern (Turmsockel, Turmerdgeschoß, 1. Gesims, verdeckter Spitzbogen zum Kirchenschiff) und Spitzbogengewölbe in Turmkapelle
1471: Vorgängerkirche, mit spitzem Turmhelm auf Holzfachwerk-Dachstuhl; davon am Turm erhalten:
2. u. 3. Gesims, dicke Außenmauern bis 3. Gesims;
Giebel-Maueransätze der Kirchenmauer (unter 2. Gesims);
drei Wappenschilde und Steinmetz-Meisterzeichen ( H ) samt Baujahr 1471 am 3. Gesims;
wehrhafter Charakter: Schießkammern 1. u. 3. Stock;
1673: Eingangstür Nordseite zur Turm-Stube
1698: Große Kirchenerweiterung als Querhallenkirche mit Walmdach durch Herzogin Magdalena Sibylla (Planung, finanz. Unterstützung) / Baumeister Matthias Weiß; Beibe­haltung des Turms mit spitzem Turmhelm
1707: Turmuhr m. Drehpendel, Ziffernblätter (N u. S)
1716, 1756/57, 1794: mehrere Reparaturen
1794: Fenster Südseite zur Turm-Stube
1798: Umbau Uhrwerk mit Schwingpendel in Schlitz
1828: Aufstockung des Steinturmes (4. - 6. Stock) im ital. Campanile-Stil bzw. württ. Kameralamtsstil mit stumpfem Pyramiden-Dach durch Kreisbaurat Adam Fried. von Groß und Werkmeister Fried. Dav. Woelz, Verlegung der Ziffernblätter vom 3. in 5. Stock und der Glocken vom 3. in 6. Stock
1867/68: Neuer Putz, Guß-Ziffernblatt Nordseite
1960: Neue Eisen-Ziffernblätter West- u. Südseite
1970/71: Turmrenovierung
1972: Durchbruch zwischen Turm u. Kirchenbühne
1988: Elektron. funkgesteuerte Quarz-Haupt-Uhr
1998: Außenrestaurierung, neues Holztreppenhaus
2002: Elektron. Glocken-Läutesteuerung;
Einrichtung Kirchturm-Museum (8. Sept.)
2003: Jubiläum 175 Jahre Kirchturm-Aufstockung
2008/9: Außen-Renovierung Kirchenschiff, Neubau Außen­treppen, Außen- u. Turmbeleuchtung
2010/11: Ausbesserung Putz/Neuanstrich Turm (S / W)
2015/16: Innen-Renovierung Kirchenschiff
 
Unsere Dorfkirche weist drei besondere Merkmale auf: Das Kirchenschiff als Querhallenkirche [1698] von Herzogin Magdalena Sibylla zu Württemberg (1652-1712), den Kirch­turm als „Campanile im Remstal“[1828], zusammen ein orts­prägendes Bauwerk, vielfach gemalt und photographiert. Und im Turm mit viel Nutzfläche in acht Stockwerken ein Kirchturm-Museum. Dieses wurde zum „Tag des offenen Denkmals“ am 8. Sept. 2002 nach einer Idee von Karl Wilhelm von ihm und Hans-H. Schüßler eingerichtet, um die zahlreichen bisher unbeachtet oder unter Bauschutt und Vogeldreck herumliegenden Teile zu ordnen und mit den festen Einrichtungen des Turms im Überblick darzustellen.
Es ist das Bestreben, in diesem Museum nur Stücke zu zei­gen, die aus dieser Kirche oder ihrem Umfeld stammen und meist noch an ihrem angestammten Platz angeordnet sind. So können ihre frühere Funktion und die Einheit von Bau und Innenleben anschaulich gemacht werden.
Im ersten Jahr wurde fleißig gesäubert, geordnet, ergänzt, analysiert, beschriftet und vieles verbessert. In der eigenen „Fundgrube“ im 1. Zwischenboden wurden „neue“ Stücke ausgegraben und ausgestellt. Dabei kamen überraschend ein Exemplar der Kirchenzeitung „Heimatklänge“ 1905 aus Kirchenkirnberg (bei Murrhardt) und das Türblatt zum Turm [1798] zum Vorschein.
Zum 10. Jubiläum 2012 erfolgte wieder eine große Putz­aktion und es wurden weitere Exponate ergänzt.
Wir wünschen, daß unser Kirchturm-Museum den Zugang zu der langen Baugeschichte unserer Kirche und deren techni­sche Einrichtungen aus verschiedenen Epochen fördert.
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Parkmöglichkeiten

Museum unter der Yburg

Museumspferdchen
Hindenburgstraße 24
Kernen-Stetten
71394 Kernen
Das Museum unter der Yburg ist ein einem historischen Gebäude untergebracht, das um 1620 von Johann Friedrich Thumb zu Neuburg als fränkisches Fachwerkhaus errichtet wurde. Ein Steinmetzzeichen über dem südlichen Eingang geht auf den Baumeister Michael Kern von Forchtenberg zurück. Im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss sind Wandmalereien aus der Entstehungszeit des Hauses erhalten geblieben. Ein Mess- und Fensterladen im Erdgeschoss zeigt spätgotische Stilelemente.
Das Erdgeschoss des Museums ist Sonderausstellungen vorbehalten. Im ersten Obergeschoss werden in einer ständigen Ausstellung Exponate zum Leben des Afrikaforschers Karl Mauch und zu dem Künstler Andreas Friedrich Mochel gezeigt, während das zweite Obergeschoss historische Werkstätten und Räumlichkeiten sowie Ausstellungsgegenstände zum Flachsanbau und zur Flachsverwertung enthält.
Der Gewölbekeller des Museums wird für kulturelle Veranstaltungen genutzt.

Schloss Stetten

Gelände der Diakonie, Sommersaal,
Schlossberg
71394 Kernen
Ortsteil/Stadtteil: Stetten
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Parkmöglichkeiten

Villa Rustica

Römisches Gehöft, entdeckt und ausgegraben in den 1970er Jahren
Jägerstraße
71394 Kernen
Ortsteil/Stadtteil: Rommelshausen

YBurg

Steigstraße
71394 Kernen
Ortsteil/Stadtteil: Stetten

Beeindruckendes Wahrzeichen inmitten der Stettener Weinberge

Schon von weitem ist die Yburg zu sehen. Das Wahrzeichen des Ortsteils Stetten liegt idyllisch in den Weinbergen und wurde etwa 1300 bis 1310 durch die Truchsessen von Stetten und deren Vettern von Y-Berg erbaut. Die Bauherren führten das Bauprojekt jedoch nicht vollständig aus. 1760 erfolgte der Abriss der Burganlage bis auf die heute noch sichtbaren Außenwände.


Die Skulpturen von Karl-Ulrich Nuss

Seit April 2011 wird die Yburg wieder bewohnt. Die 15 Bronzeplastiken, die an dieser exponierten Stelle für ein besonderes Kunsterlebnis sorgen, locken Kunstliebhaber aus ganz Deutschland auf die Halbhöhenlage.
Mindestens zwei mal im Jahr werden Führungen angeboten. Die Termine erscheinen im Mitteilungsblatt, in der Presse und auf unserer Internetseite.


Historisches

Es wird vermutet, dass die Herren von Stetten im Jahr 1384 mit dem Bau eines Wasserschlosses begannen. Eine genaue Jahreszahl ist nicht überliefert. Über viele Jahrhunderte hinweg, entstand hier eine Schlossanlage, in der viele Baustile vereint wurden. Um 1650 erhielt die
Yburg ein drittes Stockwerk. In dieser Zeit war das Stettener Schloss am Schlossberg im Besitz der Familien Bonn, Liebenstein und Stetten, die sich einen erbitterten Erbstreit lieferten. Mitglieder der Familie Bonn nutzten die Yburg während dieser Epoche als Wohndomizil. Ab 1690 lebte niemand mehr in den Gemäuern. 1759 entschied Herzog Carl-Eugen von Württemberg die Yburg bis auf die vier Außenwände abzubrechen. 1832 pflanzte Hofgärtner Gugler in den Innenbereich eine Platane. Diese musste im Jahr 1931 gefällt werden, da das Mauerwerk durch den starken Wurzelbewuchs auseinander zu brechen drohte.

1960 ging die Burg in den Gemeindebesitz der ehemaligen Gemeinde Stetten im Remstal über und wurde grundlegend saniert.

Heute bildet die Yburg in den Sommer- und Spätsommermonaten eine imposante Kulisse für den jährlichen Kulinarischen Weinweg, Kleintheaterkunst und die traditionelle Weinprobe der Stettener Weingärtner.