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„80 Jahre und topfit“


Anlässlich des 80. Geburtstags des Stettener Alt-Bürgermeisters Werner Jäkle hatte Bürgermeister Stefan Altenberger am vergangenen Samstag zum Empfang ins Bürgerhaus geladen. Rund 70 Gäste ließen den Jubilar und seine Frau hochleben. Sie warfen gemeinsam einen Blick zurück auf viele gemeinsame Jahre sowie auf seine Verdienste für Stetten und den DRK-Kreisverband. 
 
Unter den Gratulanten waren der Waiblinger Alt-Bürgermeister Hans Wössner, Ex-Kreisbrandmeister Karl „Florian“ Idler, die 1. Bürgermeisterin und Waiblinger DRK-Ortsvereinsvorsitzende Christiane Dürr sowie Altlandrat Horst Lässing. Ebenso ehemalige und aktuelle Gemeinderäte, darunter auch Hans-Peter Kirgis, der unter Werner Jäkle in Stetten Auszubildender war. 
 
1965 wurde Werner Jäkle Bürgermeister und übte das Amt zehn Jahre bis zum Zusammenschluss von Rommelshausen und Stetten zur Gemeinde Kernen 1975 aus.  Einiges kam in dieser Zeit in Gang, verriet der Kernener Schultes Stefan Altenberger in seiner Rede: So erwarb die Gemeinde das Yburg-Areal samt Burg – heute das unverzichtbare Wahrzeichen der Gemeinde – außerdem auch die Glockenkelter, obwohl die Gemeinderäte damals, aufgeschreckt von hohen Sanierungskosten, nachdrücklich für deren Abriss plädierten, wie ein Blick in alte Stettener Wochenblätter offenbarte. Des Weiteren standen Straßensanierungen, Rebflurbereinigungen, der Bau preiswerter Wohnungen, der Neubau der Karl-Mauch-Schule oder auch die Einrichtung neuer Kindergartengruppen auf der Tagesordnung. Ebenso kam unter Jäkles Regie die Verschwisterung mit St. Pièrre d’Albigny in Gang. Er wollte, so betonte er später in seiner Dankesrede, „unbedingt dazu beitragen, dass die Erbfeindschaft zwischen Franzosen und Deutschen verschwindet“. Nach seiner Amtszeit fand Werner Jäkle als Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands bis zu seiner Pensionierung seine neue Berufung und Herzensangelegenheit. Da der Jubilar im Vorfeld gebeten hatte, auf Geschenke zu verzichten, überreichte Bürgermeister Altenberger als Würdigung seiner Verdienste eine 500-Euro-Spende für das DRK, die Werner Jäkle freudig überrascht entgegennahm.  

Christiane Dürr sparch für den Vorstand des DRK-Kreisverbands, auch Altlandrat Horst Lässing trat spontan ans Rednerpult

Christiane Dürr sprach für den Vorstand des DRK-Kreisverbands. Sie bescheinigte Jäkle ein außergewöhnliches Engagement und dankte für das stets gute und verlässliche Miteinander. Außerdem verriet sie, dass das Geburtstagskind im laufenden Jahr noch für sein mittlerweile 50-jähriges Wirken für das DRK ausgezeichnet werde. Rüdiger Kieninger, der ehemalige Bürgermeister von Allmersbach im Tal, überbrachte die Grüße des Kollegenkreises in Reimform: „...Er hat sich nie unterkriegen lassen und zerrieben, sondern ist sich immer treu geblieben! – 80 Jahre und  topfit, und macht noch immer alles mit“. Er sei „der Fels in der Brandung, die sprudelnde Quelle“ gewesen, betonte Kieninger und schloss mit der herzlichen Bitte: „Bleib noch lang in unserer Mitte!“
 
Spontan trat auch Alt-Landrat Lässing zum Rednerpult. Schließlich war er es gewesen, der Jäkle einst als Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands vorschlug. Er dankte seinem langjährigen Weggefährten mit einem launigen Donald-Trump-Vergleich: „Die Gegensätze zwischen euch beiden könnten nicht größer sein“, der im Publikum zustimmende Heiterkeit auslöste. 

Jäkle selbst dankte für den Empfang und die vielen herzlichen Grußworte. Ein großer Dank galt ebenso seiner Frau Ulrike, die ihn all die Jahre immer unterstützt habe. Dankbar sei er auch für all die zwischenmenschlichen Beziehungen, die er zu Bürgern und Gemeinderäten aufgebaut habe, und mit denen er versuchte, immer auf gleicher Ebene zu diskutieren. „Meine Stettener Zeit war eine Genugtuung für mich. Ich hoffe, es waren auch erfolgreiche Jahre für die Bürger“, sagte er, ehe der Mittag bei Tafelspitz und Gemüse gemütlich ausklang.