Aktuell

Neue Dauerausstellung


Am Tag des offenen Denkmals konnten Interessierte erstmals einen Blick in die neu konzipierte Dauerausstellung im Museum unter der Yburg werfen.
Sie präsentiert, was Kernen ausmacht. So stellt sie einerseits die Menschen in den Mittelpunkt – vom einfachen Bauern bis hin zum bekannten Afrikaforscher Karl Mauch. Zum anderen beleuchtet die Ausstellung, wie unterschiedlich die so dicht beieinanderliegenden Teilorte Rommelshausen und Stetten von geschichtlichen Entwicklungen betroffen waren und welche Werte beide Orte wiederum verbinden. Das Museum in einem der schönsten denkmalschützten Fachwerkgebäude Kernens dürfte zugleich ein weiteres attraktives Ziel für Gartenschau-Besucher im nächsten Jahr werden.


Konzept wurde inhaltlich und didaktisch überarbeitet


„Sehr gelungen“ sei die inhaltliche und didaktische Überarbeitung, urteilten die Eröffnungsgäste. Informative Tafeln bündeln Lebensläufe oder Geschichtliches, Klappfenster offenbaren Interessantes, Vitrinen bewahren besondere Fundstücke, die manches Geheimnis bergen. Auch ein Teilstück der aktuellen Balkenfunde auf der Baustelle im Ochsenareal sind zu sehen. 
 
Mit viel Herzblut hat Museumsleiterin Dr. Claudia Greiner die Geschichte Kernens aufbereitet. „Die Maßnahmen haben sich durchweg gelohnt“, betonte Bürgermeister Stefan Altenberger mit Blick auf das neue Ausstellungskonzept und das modernisierte Erscheinungsbild des Museums. Letzteres wird durch erneuerte Vitrinen und Leuchtkörper sowie neue Vorhangstores unterstrichen. Der Küchenrückbau im Erdgeschoss ermöglichte den Gewinn weiterer Ausstellungsfläche, die passenderweise das Thema „Kochen im Wandel der Zeit“ abbildet. Der Wunsch, das Museum barrierefreier zu gestalten und die WC-Anlagen ins Erdgeschoss zu verlagern, musste jedoch aufgegeben werden. Dem stand der Landesdenkmalschutz entgegen, bedauerten Greiner und Altenberger.


2015 ging das Museum in die Obhut der Gemeinde


Im Jahr 2015 hatte der Verein Heimat und Kultur, der das Museum lange Jahre mit Ausstellungen belebt hat, das Gebäude in die Obhut der Gemeinde gegeben. „Nach 30 Jahren war Zeit für Neues, ehrenamtlich war das jedoch nicht zu leisten“, sagte die Vorsitzende des Heimatvereins, Ute Heinle. Nach wie vor steht der Verein der Museumsleiterin beratend zur Seite.
 
Geöffnet ist das Museum unter der Yburg immer am ersten Sonntag im Monat von 15 bis 18 Uhr. Führungen können unter info@museum-yburg.de oder Telefon 07151-46744 vereinbart werden.