Aktuell

Kaffee und Kabarett


Nach gemütlichem Plausch in großer Runde kitzelte Solokabarettist Eberhard Sorg, Co-Autor der Erfolgsserie „Hannes und der Bürgermeister“ mit seinem Programm „Von wäga Faulenza – Ansichten des schwäbischen Rentners Eugen Schnäbberle" die Lachmuskeln der Gäste. 
Die geselligen gemeinsamen Nachmittage der Gemeinde und der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden für alle über 70-Jährigen in Rommelshausen haben Tradition und kommen gut an. Sozialamtsleiterin Claudia Bubeck und die Organisatorinnen seitens der Kirchengemeinden, Ilse Heß und Ingeborg Baum samt Helferteam, freuten sich über das wieder einmal volle Haus. Draußen strahlte der Altweibersommer, drinnen strahlten die Gäste. „Man sieht: Noch schöner als das schöne Wetter ist nur der Altenmittag“, stellte Bürgermeister Stefan Altenberger beim Blick in die Runde fest. Herbstlich wurde es mit Rilkes „Herbsttag“, den Pfarrer Ernst-Michael Wahl zitierte und ergänzend an die üppige Ernte erinnerte. „Erntedank bedeutet aber auch, das Teilen nicht zu vergessen“, mahnte er.
Für die heiteren Töne war anschließend Eberhard Sorg zuständig. Der Kabarettist aus Stuttgart-Vaihingen schreibt seit 1980 in schwäbischer Mundart Gedichte, Theaterstücke und Kabarettprogramme. "Nur wer über sich selbst lachen kann, kann auch andere zum Lachen bringen", ist Sorg überzeugt, und sein Motto traf auch in Rommelshausen ins Schwarze. Sein aktuelles Programm streift das Leben des rührigen Rentners Eugen Schnäbberle, der ein typischer „Un-Ruheständler“ ist. Immer im Stress, plant er Termine mindestens vier Wochen im Voraus, auch vereinsmäßig ist Schnäbberle voll engagiert – und Enkelkinder und die Kehrwoche gibt‘s ja auch noch. Die Kehrwoche kürt er gar, trotz einigen Protesten aus den Publikumsreihen, „zum lustvollsten Ereignis“ eines Schwaben. Er nimmt Professorengattinnen aufs Korn, freut sich an bruddeligen Markfrauen, lästert über Gotthilf Fischers Erfolg bei den Frauen und verrät das Schlimmste, was den Schwaben widerfahren kann: Mischehen. Also Ehen zwischen Schwaben und Badenern oder – noch schlimmer – zwischen Schwaben und Hochdeutschen. Gut an, kamen auch seine Liedeinlagen – das Publikum sang die vertrauten Volkslieder begeistert mit.