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Konzert im Steinbruch lockt 1700 Besucher


 
Man kombiniere ein klassisches Sinfonieorchester mit einer Rockband, wähle eine außergewöhnliche Location, hoffe auf gutes Festivalwetter – und heraus kommt ein Konzertabend der Extraklasse. „Classic meets Rock“ hieß es am vergangenen Wochenende im Steinbruch Bayer. Zwei Abende lang spielten bei „Meilensteine der Rockmusik“ das Daimler Sinfonieorchester Stuttgart, unter Leitung von Matthias Baur, mit Siggi Schwarz und Band. Rund 1.700 Gäste strömten an beiden Tagen aufs Gelände.
 
Schon mehrfach stand der europäische Spitzengitarrist Siggi Schwarz mit Orchestern auf der Bühne, vor einer so atemberaubenden Steinbruchkulisse allerdings noch nie. Die Idee, das Gelände musikalisch zu bespielen hatte Bürgermeister Stefan Altenberger schon vor einigen Jahren, verriet er am Samstagabend. Bei den Inhabern des Sandsteinwerks, Jochen und Jörg Bayer stieß er auf offene Ohren für das Vorhaben und im Gartenschaujahr erfolgte nun die Premiere für einen außergewöhnlichen Konzertabend.
 
„Das war einfach so gut!“, „Was für ein Klang!“, „Was für eine Konzertarena“, „Wär‘ super, wenn‘s das im nächsten Jahr auch wieder gibt“, schwärmen die beeindruckten und begeisterten Besucher nach Konzertende. Mit Van Halens „Jump“ starteten die mehr 80 Musikerinnen und Musiker auf der Bühne in das gut zweistündige Konzerterlebnis. Es ist für viele eine Reise in die Jugend, zu den großen Rockklassikern der 60er, 70er und 80er Jahre. Der Sound reißt an beiden Tagen die Zuhörer unwillkürlich mit. Streicher, E-Gitarrre und Schlagzeug ergänzen sich kongenial und der Heidenheimer Sänger Markus Engelstädter begeistert mit ausdrucksstarker Stimme. Einen „emotionalen Abend“ hatte Siggi Schwarz den Gästen versprochen und er hielt Wort. Die Musiker lockten das Publikum  ins mysteriöse „Hotel California“ oder lotsen es zum „Stairway to Heaven“. Bei Freddie Mercurys „Bohemian Rhapsody“ riss es alle endgültig von den Sitzen. Zugaben wurden lautstark und rhythmisch klatschend eingefordert. Mit Bob Dylans „Knockin‘ on Heaven‘s Door“, entließen die die Musiker die Besucher schließlich in die Nacht.