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CO2-Ampeln für Schulen und Kitas



Regelmäßiges Lüften senkt das Corona-Risiko und CO2-Ampeln können hier ein guter Indikator sein, wann es Zeit ist die Fenster zu öffnen. Die RA-GAS GmbH aus Kernen, Spezialist für Gebäude-Automatisierungstechnik, hat entsprechende Messgeräte entwickelt; die Gemeinde hat 90 davon für die Schulen und Kitas geordert. Stellvertretend für alle Einrichtungen übergaben Bürgermeister Benedikt Paulowitsch und Firmeninhaber Helge Kliemann vergangene Woche der Karl-Mauch-Schule die ersten Ampeln. Konrektorin Gerdi Witkowsky-Hahn nahm sie dankend in Empfang: "Es ist toll, diese Kontrolle zu haben und jetzt noch gezielter lüften zu können." Momentan kommen die Geräte in der Notbetreuung zum Einsatz.


(von links): Helge Kliemann, Gerdi Witkowsky-Hahn und Bürgermeister Benedikt Paulowitsch


Per Sensor messen die Ampeln den Kohlendioxid(CO2)-Gehalt in der Raumluft. Dies lässt zugleich Rückschlüsse zu auf eine möglicherweise hohe Konzentration an Coronaviren. Jeder
Mensch atmet stetig CO2 aus. In geschlossenen Räumen bei größerer Personenzahl wie etwa in Klassenräumen, kann sich das Gas in der Raumluft rasch anreichern. Das Umweltbundesamt empfiehlt für den Luftaustausch in Räumen in den Wintermonaten, alle 20 Minuten drei bis fünf Minuten alle Fenster im Raum zu öffnen.

Springt die Ampel auf Rot, heißt es: Fenster auf und raus mit dem CO2, den Viren, der verbrauchten Luft


Laut Experten weisen CO2-Konzentrationen von deutlich oder dauerhaft mehr als 1.000 ppm in Klassenzimmern, aber auch in Büros und Privathaushalten, auf ein potenziell erhöhtes (Corona-)Infektionsrisiko hin. Bei Überschreiten des eingestellten Grenzwerts springt die kleine Ampel auf Orange und dann auf Rot und warnt zusätzlich mittels eines Signaltons. Dann heißt es: Fenster auf und raus mit dem CO2, den Viren, der verbrauchten Luft. Wird ausreichend gelüftet und eine Konzentration unter 1.000 ppm CO2 erreicht, schalten die Ampeln wieder auf grün.

Durch direktes Anpusten springt die Ampel auf 1.633 ppm und damit auf Rot.


Die Beschaffung der Ampeln geht zurück auf einen Antrag der CDU-Ratsfraktion. Im November 2020 hatte das Gremium diesem einstimmig zugestimmt. Für die Gesamtinvestition
wurden 13.000 Euro veranschlagt, darunter 9.000 Euro aus dem Fördertopf Schulprogramm Corona. Nach einem Testlauf hatte sich die Verwaltung für das Modell eines örtlichen Anbieters entschieden.