Remstal-Gartenschau

Neujahrsempfang 2019


Anstehende kommunale Aufgaben, neue innovative Wohnformen und die Remstal Gartenschau 2019 standen im Mittelpunkt des 1. Kernener Neujahrsempfangs. Die Premiere kam bei den Gästen im vollbesetzten Bürgerhaus bestens an.

Im Verlauf des Vormittags gab Bürgermeister Stefan Altenberger unter viel Beifall bekannt, im Herbst für eine dritte Amtszeit als Bürgermeister zu kandidieren. Mit dem Zukunftsprojekt Hangweide bewarb sich Kernen zudem bei Empfangsgast und Intendant der Internationalen Bauausstellung 2027, Andreas Hofer, offiziell für die IBA Teilnahme. Neben vielen Informationen war der Neujahrsempfang aber auch ein Vormittag für die Sinne: In Foyer und Saal gab es weiße Azalee- und Amaryllisträume zu bestaunen, eine Kabarett-Einlage lockerte das Programm auf, die Sternsinger verkündeten ihren Segen und der Musikverein Rommelshausen, der im Jahr 2019 sein hundertjähriges Bestehen feiert, gab eine Kostprobe seiner künstlerischen Bandbreite. Fürs leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt: 1800 Gebäckstücke und ein großer Neujahrshefezopf des Café Merlin wurden verputzt. Mehr als 100 Flaschen Wein geleert, darunter die Gartenschau-Cuvee „Rot von hier“, ein Weißwein der Remstalkellerei und Muskattrollinger der Weinkellerei Kern.

 
Experimenteller Wohnbau durch IBA-Teilnahme

Vor lokaler und regionaler Prominenz aus Kernen, den Nachbarkommunen und dem Landratsamt streifte Gastgeber Bürgermeister Stefan Altenberger bewältigte Aufgaben der jüngeren Vergangenheit und gab einen Ausblick auf das Jahr 2019 (Neujahrsansprache des Bürgermeisters). Die Menschen leben gerne in Kernen, hat eine Umfrage im Jahr 2007 ergeben. Einziger großer Wermutstropfen aktuell: es mangelt – wie überall im Stuttgarter Ballungsgebiet – an ausreichend bezahlbarem Wohnraum. Mit dem Erwerb der Hangweide streben Verwaltung und Gemeinderäte an, sowohl preisgünstige als auch innovative Wohnangebote mit flexiblen Grundrissen zu schaffen, wie der Kernener Schultes in seiner „Vision Hangweide“ skizzierte, die auf den Ergebnissen der Bürgerbeteiligung 2018 fußt. IBA-Intendant Andreas Hofer gab anschließend tieferen Einblick in mögliche Siedlungskonzepte und machte den Kernenern Lust auf experimentelles Bauen und Wohnen. Wichtig dabei: „Die Auseinandersetzung mit der Dichte.“ Dabei sei diese nicht im Sinne von „Enge, sondern vielmehr im Sinne von Bereicherung und Nähe zu sehen“, mahnte Hofer. Wird Kernen mit dem Hangweide-Projekt in den Kreis der IBA-Teilnehmer aufgenommen, planen renommierte Architekten passgenau an zukunftsfähigen Lösungen. Die Bewerbungsphase läuft, Bürgemeister Altenberger gab die Kernener Unterlagen Andreas Hofer direkt mit auf den Weg.

Schwäbische Wortspiele und Programm-Highlights

Nachdem Musikkabarettist Ernst Mantel mit schwäbischem Wortwitz die Gäste erheitert hatte, machte der Kernener Gartenschauverantwortliche Wolf Grünenwald den Besuchern Lust auf das örtliche Programm im Gartenschaujahr. Hochkarätige Künstler, ein Lichterfest im Schlosspark, Kochaktionen im Bürgergarten und spannende Bürgerprojekte bilden die Stütze. Kindergärten und Schulen, Vereine und Organisationen sowie lokale Gastronomen und Wengerter sind mit von der Partie. Am 11. Mai startet Kernen in die Gartenschau, „von da an geht es hier richtig rund“, versprach Grünenwald. Einen ersten blumigen Vorgeschmack gibt es bereits beim Winterweinweg Ende Januar: In der Glockenkelter wartet eine festlich geschmückte Sybilla-Tafel.