Veranstaltung

DAV Bezirksgruppe Remstal

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Di, 3. Dezember 2019
20:00 Uhr
Das Datum dieser Veranstaltung liegt in der Vergangenheit

Der dritte Pol – der Himalaya und das bedrohte ökologische Gleichgewicht
Lichtbildpräsentation
Referent Klemens Ludwig
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Beschreibung
Der dritte Pol – der Himalaya und das bedrohte ökologische Gleichgewicht
Lichtbildpräsentation
 Referent Klemens Ludwig
Die Gefahr der Polschmelze zählt seit langem zu den Schreckensszenarien der Erderwärmung. Es gibt aber noch einen „dritten Pol“, dessen Zerstörung noch weiter fortgeschritten ist: Tibet, das Land auf dem „Dach der Welt“. Aufgrund seiner exponierten Lage ist Tibet ein wichtiger Kältespeicher der Erde. Alle großen Ströme Asiens entspringen dort und versorgen über zwei Milliarden Menschen mit Wasser. Auf all das nimmt die VR China keine Rücksicht. Die großen Wasservorräte werden von den Chinesen ohne Rücksicht auf ökologische Zusammenhänge für die Energiegewinnung ausgebeutet. Das gilt auch für andere Bodenschätze, wobei den reichhaltigen Vorkommen an Lithium und seltene Erden, die für die heutige technische Entwicklung sehr wertvoll sind, eine besondere Bedeutung zukommt. Gleichzeitig werden die Nomaden, die seit Jahrhunderten im Einklang mit der Natur leben, zwangsangesiedelt. Die Konsequenzen des Raubbaus tragen nicht nur die Menschen in Tibet oder in den südlichen Anrainerstaaten, sondern die gesamte Welt, wenn ihr Kältespeicher abgeschaltet wird.
 
Klemens Ludwig studierte zunächst Anglistik und Theologie in Tübingen und ging 1979  als zweiter hauptamtlicher Mitarbeiter zur Gesellschaft für bedrohte Völker. 1986 besuchte er erstmals Tibet, was seitdem den Schwerpunkt seiner publizistischen Arbeit bildet. Er hat fast alle asiatischen Staaten bereist und über seine Erfahrungen publiziert. 
Seit 1989 arbeitet Klemens Ludwig als freier Autor und Publizist, dabei liegt der Schwerpunkt auf der Himalaya-Region.  Neben seiner publizistischen Tätigkeit verzeichnet Ludwig auch eine intensive Vortrags- und Lesetätigkeit. In seinem 2010 erschienenen historischen Roman „Die Schwarze Hofmännin“ wendet er sich einer weitgehend vergessenen Gestalt der deutschen Geschichte zu und setzt der einzig namentlich bekannte Frau aus dem großen Bauernkrieg von 1525 ein Denkmal.

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