Willkommen in Kernen im Remstal

Die Gemeinde bietet ihren Gästen nicht nur ein attraktives Umland, ausgezeichnete Freizeiteinrichtungen und ein vielfältiges Kulturangebot. Hier finden sich auch historische und interessante Zeugen der Vergangenenheit, die Sie bei einem Rundgang oder Spaziergang durch die beiden Ortsteile Rommelshausen und Stetten bequem zu Fuss und mit dem Rad erkunden oder mit einem Ausflug in das schöne Remstal verbinden können.

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Altes Rathaus Stetten

Verwaltungsstelle, Bücherei
St. Pierre-Platz 2
71394 Kernen
Ortsteil/Stadtteil: Stetten
Das alte Rathaus in Stetten besticht durch seine historischen Spuren der Vergangenheit. Erbaut im alemannischen Fachwerkstil ist es an der Schauseite im Osten reich verziert. Ein dendochronologisches Gutachten, das während der Restaurierungsarbeiten 1993 bis 1995 durchgeführt wurde, datierte das Erbauungsjahr des Rathauses Stetten um 1520.
 
Belege hierfür gibt es zahlreich: An der Nordwestecke des Gebäudes wurden Artefakte aus der Zeit um 1550 bis 1900 gefunden, beispielsweise Glasfragmente, Ofenkacheln, Knochen, Bücher, Keramik, Wassergefäße aus Ton und verzierte Tonscherben.

Das Stettener Rathaus wurde in offener Ständerbauweise errichtet. Das bedeutet, dass das Erdgeschoss frei zugänglich war. Dort hatten Marktleute, wie Bäcker und Metzger, ihre offenen Verkaufstände. Erst im 19. Jahrhundert wurde der Raum umschlossen und dort die öffentliche Waage und das Feuerwehrdepot eingerichtet. Auf dieser Ebene befindet sich heute die Verwaltungsstelle. 1923 wurde der gesamte Rathausbau verputzt, so dass das Gebäude ein „modernes“ Äußeres erhielt. 1995 wurde das Fachwerk wieder freigelegt.

An der Innensüdseite gelangte man in den ersten Stock, die „Belle etage“. Dort befand sich die Amtsstube des Schultheiß' und des Kämmerers. Daneben lag, bemalt im Stil der Renaissance, der Tanzsaal. Feste waren staatlich reglementiert und fanden unter kritischer Beobachtung der „Obrigkeit“ statt. Die Bemalung stammt aus der Erbauungszeit von 1520 bis 1540 und konnte nach der Restaurierung wieder gezeigt werden. Heute dient das erste Obergeschoss als Traumöglichkeit für Brautpaare. Im ehemaligen Tanzsaal ist die Bücherei untergebracht.

Im zweiten Obergeschoss befand sich die Registratur und das Ortsgefängnis. Heute ist dort das Gemeindearchiv Kernen untergebracht. Das dritte Obergeschoss - der Oberling - dient heute als Veranstaltungsraum mit zirka 60 Plätzen.

Das reich verzierte Fachwerk an der Schauseite prägt den St. Pierre-Platz. Hier befinden sich auch die St. Veits-Kirche sowie alte Weingärtengebäude des 18. und 19. Jahrhunderts.

Glockenkelter

Hindenburgstraße 43
71394 Kernen
Ortsteil/Stadtteil: Stetten
Nach vielen Jahren Dornröschenschlaf wurde die Glockenkelter in den Jahren 2010 und 2011 zu einem Veranstaltungs-Kleinod ausgebaut, im Februar 2012 wurde das frisch sanierte Gebäude vom Denkmalamt zum Denkmal des Monats ausgerufen. Die Symbiose von historischen und modernen Bauteilen machen sie zu einem Schmuckstück der Extraklasse.

Veranstaltungen von Privatleuten oder Vereinen, Kleinkunst, Weinproben, Filmabende oder Konzerte finden dort rege statt. Und Heiratswillige können hier auch den Bund fürs Leben schließen.


Mehr zur Geschichte der Glockenkelter

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Hinweise
  • Eine Toilette für Menschen mit Behinderung ist vorhanden
  • Ein für Kinderwagen geeigneter Zugang ist vorhanden
  • Ein rollstuhlgerechter Zugang ist vorhanden

Kirchturmmuseum

St. Pierre-Platz 1
71394 Kernen
Ortsteil/Stadtteil: Stetten
Im Jahr 2002 wurde in der St.-Veits-Kirche im Ortsteil Stetten ein kleines Kirchturm-Museum eröffnet. Es gewährt dem Besucher Einblick in die heutige Technik sowie historische Bauteile und Gegenstände rund um die Kirche, den Kirchturm und die Turmuhr.

Die St.-Veits-Kirche im Ortsteil Stetten wird zum ersten Mal im Jahre 1349 erwähnt.
Ursprünglich war sie eine romanische Marienkapelle. Die Herren von Stetten, die auf der Yburg residierten, machten später ihren Familienpatron St. Veit zum Kirchenheiligen. 1488 stiftete Hans von Stetten der hiesigen Kirche einen wertvollen gotischen Flügelaltar, der heute im Württembergischen Landesmuseum, im Alten Schloss in Stuttgart, zu besichtigen ist. Die alte Kirche wurde mit Ausnahme des Glockenturms 1698 abgebrochen. Die Herzoginwitwe Magdalena Sibylla ließ das Kirchenschiff dann in doppelter Größe neu erbauen. Der baufällige Turm wurde 1828 im Campanilestil neu aufgebaut.


Mehr zur Geschichte der St.-Veits-Kirche



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Parkmöglichkeiten

Museum unter der Yburg

Museumspferdchen
Hindenburgstraße 24
Kernen-Stetten
71394 Kernen
Das Museum unter der Yburg ist in einem historischen Gebäude untergebracht, das um 1620 von Johann Friedrich Thumb zu Neuburg als fränkisches Fachwerkhaus errichtet wurde. Ein Steinmetzzeichen über dem südlichen Eingang geht auf den Baumeister Michael Kern von Forchtenberg zurück. Im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss sind Wandmalereien aus der Entstehungszeit des Hauses erhalten geblieben. Ein Mess- und Fensterladen im Erdgeschoss zeigt spätgotische Stilelemente.

Ausstellungen

Das Erdgeschoss des Museums ist Sonderausstellungen vorbehalten. Im ersten Obergeschoss werden in einer ständigen Ausstellung Exponate zum Leben des Afrikaforschers Karl Mauch und zu dem Künstler Andreas Friedrich Mochel gezeigt, während das zweite Obergeschoss historische Werkstätten und Räumlichkeiten sowie Ausstellungsgegenstände zum Flachsanbau und zur Flachsverwertung enthält.
Der Gewölbekeller des Museums wird für kulturelle Veranstaltungen genutzt.

Öffnungszeiten:

  • im Juni und Juli ist das Museum an jedem Sonntag von 15 - 18 Uhr geöffnet
  • im August bleibt es geschlossen
  • ab September voraussichtlich an jedem 1. Sonntag des Monats von 15 -18 Uhr geöffnet


Führungen nach Vereinbarung

Kontakt: 07151-276645 (Dr. Claudia Greiner)


Schloss Stetten

Gelände der Diakonie, Sommersaal,
Schlossberg
71394 Kernen
Ortsteil/Stadtteil: Stetten
Von der kleinen von einem Wassergraben umgebenen Fachwerkbehausung entwickelte sich das Areal durch die Herren von Stetten zu einer prächtigen Schlossanlage, die viele Baustile über die Jahrhunderte hinweg in sich vereint - vom fränkischen Fachwerk über die Renaissance und den Barockstil bis hin zur modernen Architektur des 21. Jahrhunderts.

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts diente das Schloss den Witwen württembergischer Herzöge als Ruhesitz. Später wurde eine „Heil- und Nervenanstalt“ eingerichtet, deren berühmtester Bewohner im Alter von 15 Jahren der spätere Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Hermann Hesse war. Aus der Anstalt ging die Diakonie Stetten hervor, die dort heute behinderten Menschen eine Heimat bietet.

Mit dem Sommersaal hat das Schloss zudem einen barocken Konzert- und Veranstaltungssaal der Extraklasse.
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Parkmöglichkeiten

Villa Rustica

Römisches Gehöft, entdeckt und ausgegraben in den 1970er Jahren
Jägerstraße
71394 Kernen
Ortsteil/Stadtteil: Rommelshausen

Etwa 500 Meter südlich von Rommelshausen wurde um 1970 im Gewann Mäurach ein römischer Gutshof entdeckt, dessen Bau um 180 nach Christus datiert wird. Die Mauern umfassen ungefähr die Fläche von 85 Ar. Während der Grabungsarbeiten werden insgesamt fünf Gebäude festgestellt. Das Hauptgebäude liegt im Zentrum der Hofanlage und ist fast völlig freigeräumt. Es kann besichtigt werden. Interessant ist, dass die Nebengebäude jeweils wie Wachtürme in den Ecken der Gesamthofmauer liegen.

Neben zahlreichen Knochen und Münzenfunden bildete die Keramik den Hauptteil der umfangreichen und vielfältigen Scherbenfunde. Es fanden sich dickwandige Amphorenbruchstücke, Einhenkelkrüge, Teller, Näpfe, Schüsseln und Schmuck. Vermutlich wurde die Anlage im Rahmen der ersten Alemanneneinfälle um 234/235 nach Christus geplündert und nicht wieder aufgebaut.

Eine Schautafel vor Ort erläutert die Geschichte der römischen Villa Rustica.

YBurg

Steigstraße
71394 Kernen
Ortsteil/Stadtteil: Stetten

Beeindruckendes Wahrzeichen inmitten der Stettener Weinberge

Schon von weitem ist die Yburg zu sehen. Das Wahrzeichen des Ortsteils Stetten liegt idyllisch in den Weinbergen und wurde etwa 1300 bis 1310 durch die Truchsessen von Stetten und deren Vettern von Y-Berg erbaut. Die Bauherren führten das Bauprojekt jedoch nicht vollständig aus. 1760 erfolgte der Abriss der Burganlage bis auf die heute noch sichtbaren Außenwände.


Die Skulpturen von Karl-Ulrich Nuss

Seit April 2011 wird die Yburg wieder bewohnt. Die 15 Bronzeplastiken, die an dieser exponierten Stelle für ein besonderes Kunsterlebnis sorgen, locken Kunstliebhaber aus ganz Deutschland auf die Halbhöhenlage.
Mindestens zwei mal im Jahr werden Führungen angeboten. Die Termine erscheinen im Mitteilungsblatt, in der Presse und auf unserer Internetseite.


Historisches

Es wird vermutet, dass die Herren von Stetten im Jahr 1384 mit dem Bau eines Wasserschlosses begannen. Eine genaue Jahreszahl ist nicht überliefert. Über viele Jahrhunderte hinweg, entstand hier eine Schlossanlage, in der viele Baustile vereint wurden. Um 1650 erhielt die
Yburg ein drittes Stockwerk. In dieser Zeit war das Stettener Schloss am Schlossberg im Besitz der Familien Bonn, Liebenstein und Stetten, die sich einen erbitterten Erbstreit lieferten. Mitglieder der Familie Bonn nutzten die Yburg während dieser Epoche als Wohndomizil. Ab 1690 lebte niemand mehr in den Gemäuern. 1759 entschied Herzog Carl-Eugen von Württemberg die Yburg bis auf die vier Außenwände abzubrechen. 1832 pflanzte Hofgärtner Gugler in den Innenbereich eine Platane. Diese musste im Jahr 1931 gefällt werden, da das Mauerwerk durch den starken Wurzelbewuchs auseinander zu brechen drohte.

1960 ging die Burg in den Gemeindebesitz der ehemaligen Gemeinde Stetten im Remstal über und wurde grundlegend saniert.

Heute bildet die Yburg in den Sommer- und Spätsommermonaten eine imposante Kulisse für den jährlichen Kulinarischen Weinweg, Kleintheaterkunst und die traditionelle Weinprobe der Stettener Weingärtner.