IBA 2027 StadtRegion Stuttgart

100 Jahre nachdem die europäische Architekten-Avantgarde in der Stuttgarter Weißenhofsiedlung ihr damals radikales "Wohnprogramm für den modernen Großstadtmenschen" vorstellte, findet im Jahr 2027 wieder eine Internationale Bauausstellung (IBA) in der Region Stuttgart statt. Die IBA 2027 StadtRegion Stuttgart soll neue Antworten finden auf eine zentrale Frage: Wie leben, wohnen und arbeiten wir im digitalen und globalen Zeitalter?


YouTube-Kanal IBA '27


Was macht die IBA-Teilnahme so interessant?


Die Projektpartner (Gemeinde Kernen im Remstal, LBBW Immobilien Kommunalentwicklung (KE) GmbH, Kreisbaugruppe) haben das Zukunftsprojekt "Hangweide" als IBA '27-Projekt eingereicht.

Die IBA-Gesellschaft organisiert für die Teilnehmer unter anderem den Austausch zwischen den Projekten und mit Fachleuten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Ebenso begleitet sie Wettbewerbe und Beteiligungsprozesse.



Internationale Bauausstellungen


Internationale Bauausstellungen (IBA) sind ein Instrument der Stadtplanung und des Städtebaus. Als Labore auf Zeit entwickeln sie soziale, kulturelle, ökonomische und ökologische Innovationen für den städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wandel in der jeweils ausrichtenden Region - wie auch als Vorbild für andere Regionen.

In den mehr als hundert Jahren ihrer Geschichte haben sie sich zu einem international anerkannten Markenzeichen der Stadtplanung entwickelt.

Die erste Internationale Bauausstellung fand 1901 in Darmstadt statt (Mathildenhöhe). Sie  gilt als ein Meilenstein des deutschen Jugendstils. Als eine der nachfolgenden IBAs entstand in Stuttgart 1927 die Wiessenhofsiedlung als Bauausstellung des Deutschen Werkbunds. Unter der künstlerischen Leitung von Ludwig Mies van der Rohe wurden 21 Musterhäuser als Wohnprogramm "für den modernen Großstadtmenschen" errichtet. Die Siedlung gilt heute als eines der wichtigsten Vorbilder moderner Architektur.

Ein weiteres international herausragendes Beispiel war die IBA Emscher Park von 1989 bis 1999 im Norden des Ruhrgebiets. Sie setzte Maßstäbe für den Umbau von Altindustrieregionen.