Unser Rundgang im Streuobstpark
Nach der persönlichen Begrüßung durch Martin Götz erhielten die Teilnehmenden eine Einführung in den Ablauf des Nachmittags sowie in die Grundidee und Entwicklung des Streuobstparks. Bei einem ausführlichen Rundgang wurden neu erschlossene Flächen, laufende Rodungs- und Neubepflanzungsmaßnahmen sowie die nachhaltige Nutzung von Holz – vom Brennholz bis zum Qualitätsholz aus dem mobilen Sägewerk – vorgestellt und diskutiert.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den vielfältigen Pflanzungen: verschiedene Obstsorten, Beerensträucher, Haselnüsse, Mispeln und zahlreiche weitere Bäume und Sträucher, die gezielt an Standort und Klima angepasst sind. An der neuen Hofstelle ging es unter anderem um Bodenverbesserung durch Mist und Kompost, besondere technische Lösungen sowie Hochbeete, Bienenkästen und die Honigproduktion.
Ausführlich erläutert wurden außerdem die Prinzipien der Bokashi-Kompostierung und der Mulchbewirtschaftung. Dabei stand der Gedanke eines dauerhaft bedeckten, lebendigen Bodens im Mittelpunkt, der Wasser speichert, Humus aufbaut und die Pflanzen nachhaltig versorgt.
Auf den Weideflächen sorgen Dahomey-Zwergrinder im Wechsel mit extensiver Mahd für eine schonende Pflege. Neugepflanzte Bäume werden dabei sorgfältig geschützt. Eine gemeinsame Pause mit Produktverkostung – darunter Honig und Edelbrände aus regionaler Herstellung – bot Raum für Austausch und Gespräche.
Den Abschluss bildete ein Besuch einer mit Hackschnitzeln befestigten Waldfläche unter einer großen Eiche, die heute unter anderem als Treffpunkt dient und einen Blick auf die schrittweise Umgestaltung des angrenzenden Waldes ermöglicht. Gegen 20 Uhr endete die Veranstaltung mit einer herzlichen Verabschiedung und der Einladung, die weitere Entwicklung des Streuobstparks weiterhin zu begleiten.
Fazit
Der 7. Runde Tisch bot bei bestem Wetter praxisnahe Einblicke in eine vielfältige, nachhaltig aufgebautes Exkursion. Besonders beeindruckend waren das breite Fachwissen der Beteiligten, die aktive Unterstützung durch Freiwillige sowie die zahlreichen ökologischen und wirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeiten des Streuobstparks.