Schäferin Christine Brencher

Schäferin Christine Brencher unterwegs mit einem kleinen braunen Lamm auf dem Arm

Christine Brencher, Jahrgang 1975 und gebürtig aus Kernen hat früh ihre Passion für Pflanzen und Tiere entdeckt. Aufgrund ihrer positiven Kindheitserfahrungen auf dem kleinen Bauernhof ihrer Großeltern hat sie sich für den Lehrberuf Landwirtin entschieden und betreut heute mit ihren
Schafherden unter anderem unsere Projektflächen.

Durch ihre Möglichkeit zur Selbstversorgung mit Schlachthasen, Eiern, Gemüse und Obst hat sie sich zusammen mit ihrem Mann und ihren vier Kindern eine kleine Oase ums eigene Haus geschaffen.

Jungen Menschen einen Zugang zur Landwirtschaft zu ermöglichen, ist ihr ein großes Anliegen, weshalb sie zwölf Jahre lang ein Kooperationsprojekt mit der Garten AG der Realschule Kernen geleitet hat. Zudem hat sich Christine Brencher durch Fachexkursionen und Weiterbildungen im Bereich Schafhaltung die Möglichkeit eröffnet, einen „Lernort Bauernhof“ anbieten zu können.

Umweltschutz und Nutztierhaltung lassen sich in der Schafhaltung sehr gut vereinbaren

Durch die 2012 angeschaffte kleine Coburger Fuchsschafherde konnte sie weitere Interessierte für ihre Berufung faszinieren und deshalb zur Remstal Gartenschau 2019 mit 15 Ehrenamtlichen den Schafwanderweg Kernen aufbauen, welcher 2024 mit dem Kulturlandschaftspreis Baden-Württemberg ausgezeichnet worden ist. Der Schafwanderweg hat sich ausschließlich für aussterbende Schafrassen entschieden, damit Menschen möglichst viel Neues über die Möglichkeiten der Beweidung erfahren. 2018 wurde zudem von der Gemeinde Kernen ein Schafstall für die Schafe vom Schafwanderweg gebaut.

Heute sind 5,5 ha private und gemeindeeigene Streuobstwiesen in der Beweidung. Der Schafwanderweg produziert zwischen 500 kg und 750 kg Lammfleisch pro Jahr und sorgt mit den 55 Mutterschafen und 50 Lämmern für magere und artenreiche Weideflächen.

Erfahren Sie mehr über den Kerner Schafwanderweg auf dessen Webseite!

Das Projekt „StreuobstDiversity in Kernen“ wird gefördert im Bundesprogramm biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz, mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz.

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