Aktuell

Geplante Maßnahmen an der L1199


Der Verkehrs- und Motorradlärm entlang der Landesstraße L1199 von Stetten nach Esslingen belastet seit langem die Anwohnerinnen und Anwohner, die deshalb Tempobeschränkungen fordern. Die attraktive Strecke zieht wie einige weitere Straßen im Rems-Murr-Kreis Biker und Freizeit-Autofahrer an. Bei einem Vor-Ort-Termin mit Bürgermeister Stefan Altenberger, zu dem der Kernener FDP-Landtagsabgeordnete Jochen  Haußmann im Juli 2017 den Lärmschutzbeauftragten des Landes, Thomas Marwein, eingeladen hatte, rückte ein Lärmdisplay als mögliche Lösung in den Fokus. Das Land Baden-Württemberg hat drei dieser Messgeräte im Einsatz. Alle drei sind derzeit langfristig vergeben, unter anderem steht eines  davon in Weinstadt-Schnait. Aktuell prüft der Rems-Murr-Kreis die Anschaffung eines Lärmdisplays. Mit der Textanzeige und dem Leitpfostenzählgerät kann sowohl die Lärmmessung als auch die Fahrzeugzählung vorgenommen werden. Diese Gerätekombination ist für den Einsatz zur Lärmprävention konzipiert.
Wird dies umgesetzt, will Kernens Bürgermeister Stefan Altenberger beantragen, dieses entlang der der langen Geraden am Ortsausgang von Stetten zu platzieren. Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen wird zudem am Ortseingang das Tempo auf 70 km/h beschränkt. 
 
Am 23. Februar hatte Jochen Haußmann ein Gespräch mit Vertretern des Landratsamtes zur Verkehrssicherheit auf der L1199. Eine Gefahrenstelle besteht diesbezüglich vor dem Stettener Ortseingang, so Haußmann. Die Strecke ist hier abschüssig und es bestehen Ein- bzw. Ausfahrten zum Friedhof und zum Wanderparkplatz. „Nach eingehender verkehrssicherheitstechnischer Bewertung befürwortet das Landratsamt vor dem Ortseingang Stetten eine Temporeduzierung auf 70 km/h.“ Vorgesehen ist das Tempo-70-Schild beim jetzigen Radfahrer-Hinweisschild. Die Umsetzung ist für das 2. Quartal 2018 vorgesehen. Eine Temporeduzierung in Richtung Esslingen nach dem Ortsausgang ist nach Bewertung des Landratsamtes nicht angezeigt und aufgrund der aktuellen Rechtslage nicht möglich.
 
Die Erfahrungen aus anderen Orten zeigen, dass Geschwindigkeitsbegrenzungen häufig nicht den gewünschten Effekt einer Lärmreduzierung haben, da Fahrweise und die zulässigen technischen Motorräder auch bei geringeren Geschwindigkeiten eine hohe Lärmentwicklung aufweisen, so Haußmann. „In Weinstadt-Schnait beispielsweise gibt es eine Temporeduzierung auf 70 vor der ersten Kurve beim Ortsausgang in Richtung Manolzweiler. Entscheidend für die Lärmentwicklung ist dabei aber die starke Beschleunigung aus der Kurve mit niedriger Geschwindigkeit.“ Zumindest gewisse Abhilfe schafft hier das aufgestellte Lärmdisplay.
 
Darüber hinaus wird die Gemeinde Kernen mit den Verkehrsbehörden in enger Abstimmung bleiben, um die Tempobeschränkung in der Stettener Ortsdurchfahrt regelmäßig zu überwachen.