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400.000 Euro für die Tagespflege


Ein Geldregen kurz vor der Sommerpause. In einem Förderbescheid des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg, der am Freitag, 20. Juli, im Rathaus einging, teilt Sozial- und Integrationsminister Manfred Lucha mit, dass das Vorhaben  „Errichtung einer Tagespflege für 20 dementiell erkrankte, kognitiv eingeschränkte oder psychisch beeinträchtige Personen in Kernen“  in das „Innovationsprogramm Pflege“ des Landes Baden-Württemberg aufgenommen wurde. Kernen bekommt für sein Projekt 400.000 Euro aus Landesmitteln.  
 
Bürgermeister Stefan Altenberger ist erfreut über den bewilligten Zuschuss für das Sozialprojekt. Sein Dank gilt zugleich den Landtagsabgeordneten, die sich für die Tagespflege stark gemacht und es somit ermöglicht haben, dass Kernen im Remstal in das Förderprogramm aufgenommen wurde.
 
Als Standort für die Errichtung der Tagespflege ist die Seestraße in Rommelshausen vorgesehen. Das geplante Angebot richtet sich an Menschen mit unterschiedlich hohem Betreuungsbedarf. Ein Schwerpunkt liegt auf der Betreuung von Menschen mit Demenz. Die Gäste sollen durch unterschiedliche Aktivitäten, die die meisten aus ihrem Alltag kennen, eine sinnvolle Tagesstrukturierung erhalten. Durch gemeinsames und beaufsichtigtes Backen, Kochen, Bügeln oder Gärtnern sollen Ressourcen erhalten und aktiviert werden. So wird zum Beispiel das Mittagessen gemeinsam zubereitet. Zudem stehen auch künstlerisch-kreative Angebote zur Verfügung. Ein generationenübergreifender Austausch soll durch den Betrieb einer Kindertagesstätte im gleichen Gebäude erfolgen. Es sind gemeinsame Aktionen vorgesehen. Vorgesehen ist, dass die Tagespflege unter der Woche von 7 bis 17 Uhr und an einem Wochenende im Monat zusätzlich samstags und sonntags von 8 bis 16 Uhr geöffnet sein wird.

20 innovative Projekte im Land erhalten Zuschüsse

Insgesamt fördert die Landesregierung in diesem Jahr in ganz Baden-Württemberg 20 innovative Projekte im Bereich Pflege mit 3,5 Millionen Euro. „Wir wollen jedem Menschen mit Unterstützungsbedarf ein möglichst selbstbestimmtes Leben in vertrauter Umgebung ermöglichen. Jede und jeder soll im Alter selbst entscheiden können, welche Pflege- und Unterstützungsangebote sie oder er in Anspruch nehmen will. Deshalb fördern wir mit unserem Innovationsprogramm neuartige Pflege- und Versorgungsmodelle, die als Vorbild für die gesamte Pflegelandschaft dienen“, so Minister Lucha.